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Interview mit Morgenstern

Morgenstern

Fotograf: Mimi Markanovic

Wir haben uns die Jungs von Morgenstern geschnappt und sie mit Fragen bombardiert! Dabei sind wir tief in ihre Welt der Neuen Deutschen Härte eingetaucht. Wir berichten über ihr neues Album „Zeitgeist“, wie sie ihre Musik machen und was die Truppe so einzigartig macht. Hier bekommt ihr den vollen Einblick in ihre Welt – von den musikalischen Einflüssen bis hin zu den Zukunftsplänen. In unserem exklusiven Interview erfahrt ihr alles, was ihr über die Jungs wissen müsst!

Wie fühlt es sich an, das Album „Zeitgeist“ nach all der Arbeit endlich der Welt zu präsentieren?

Morgenstern:

Es ist ein Karussell der Gefühle! Wir haben sehr fleißig gearbeitet, und manchmal auch unter Zeitdruck. Zehn neue Tracks zu schreiben, vier Videos zu filmen und dazu noch zwei Lyrics-Videos zusammenzustellen … All das hat jeden von uns an seine menschlichen und künstlerischen Grenzen gestoßen. In jedem einzelnen Lied des Albums steckt enorm viel Liebe und Leidenschaft und man merkt schnell, wie auf fast obsessive Weise auf jedes Detail geachtet wurde. Das hat einen Preis: Wir sind total erschöpft! Dennoch sind wir überglücklich, weil das Album enorm viel besser als erwartet bei den neuen und alten Fans angekommen ist.

Die Texte des Albums scheinen sehr anspruchsvoll zu sein. Was hat euch bei der Songwriting-Phase inspiriert, und wie wählt ihr die Themen für eure Texte aus?

Morgenstern:

Zeitgeist ist ein Bild unserer Zeit, und damit meinen wir: ein sehr verzerrtes Bild. Die Jahre der Pandemie, der sozialen Unruhen und des Krieges in Osteuropa haben der Gruppe ziemlich viel Material geboten. Das Ergebnis ist ein Album, das sich mit Themen beschäftigt wie Gier, Ausbeutung, stille Wut der Unterdrückten und schreiende Lügen der Medien. All dies ausgedrückt mit Ironie, Parodien und Metaphern: Morgenstern hat man schon als “Philosophen des Kontroversen” beschrieben. “Zeitgeist” ist eben auch ein Album für Denker, weil die Texte tiefere und fast immer zweideutige Bedeutungen verbergen! Genau so wollten wir es haben, und die Tatsache, dass das Publikum es auch mitgekriegt hat, ist Grund unserer größten Freude.

Gibt es auf „Zeitgeist“ musikalische Experimente oder Elemente, die für euch als Band neu oder besonders herausfordernd waren?

Morgenstern:

NDH, als Genre, bietet nur sehr wenig Interpretationsspielraum: Die Stilmerkmale sind sehr starr. Nur wenige Änderungen, und schnell ist es nicht mehr Neue Deutsche Härte, sondern Neue Deutsche Welle oder Deutschrock oder irgendetwas anderes, aber nicht NDH. Somit ist es immer eine große Herausforderung, neue Lieder zu schreiben. Aber genau das ist uns gelungen: Es ist immer noch NDH, so wie wir es mögen, so wie wir es wollen, aber mit viel Melodie. Denn genau das, eine schöne Melodie ist, was aus unserer Sicht den Unterschied macht. Darum haben wir uns eigentlich nur auf ein frisches Songwriting fokussiert.

Wie gestaltet sich die kreative Zusammenarbeit innerhalb der Band? Gibt es bestimmte Rollen oder Aufgaben, die jedes Bandmitglied übernimmt?

Morgenstern:

Chek (Gitarre) und Ivo (Schlagzeuger) sind die, die den größten Teil der Songs geschrieben haben, und sind – sozusagen – auch die “Producer” der Band, da Morgenstern nicht mit einem Producer zusammenarbeiten wollten. Es funktionierte mit dem ersten Album “Mechamoprhose” und ist auch mit “Zeitgeist” gelungen. Das heißt aber nicht, dass die Musik (Chek) oder die Texte (Ivo) nur von ihnen stammen. In einigen Fällen schon, doch viele Themen wurden auch von anderen Gruppenmitgliedern vorgeschlagen: “Der Clown”, zum Beispiel, ist eine sehr introspektive Studie von Teo, “Betonfresser” stammt von Devis, aber auch andere Lieder sind während Analysen und Diskussionen in der Gruppe entstanden.  In den meisten Fällen hat die ganze Band den Liedern etwas hinzugefügt und diese wurden so lange verfeinert, bis die ganze Band damit zufrieden war. Und genau diese Feinarbeit als Gruppe hat dafür gesorgt, dass “Zeitgeist” so raffiniert wurde.

In Anbetracht der Veröffentlichung von „Zeitgeist“, habt ihr bereits Pläne für Tourneen oder Live-Auftritte?

Morgenstern:

Wir arbeiten dran, aber es ist schwer ohne eine Booking-Agentur, die uns dabei hilft. Morgenstern ist eine aufstrebende Band, die bisher alles alleine geschafft hat. Aber um an das große Publikum zu kommen, brauchen wir jemand, der sich da auskennt und uns dabei hilft.

Wenn ihr auf die Entwicklung von Morgenstern seit euren Anfängen zurückblickt, gibt es spezielle Meilensteine oder Momente, die euch besonders prägen?

Morgenstern:

Kurz gesagt: “Zeitgeist” ist DER Meilenstein.

Wie seht ihr die Zukunft der Neuen Deutschen Härte-Szene, und welchen Beitrag möchtet ihr dazu leisten?

Morgenstern:

Die Zukunft ist vielversprechend. Es gibt einige Bands, die wir schon seit langer Zeit verfolgen: Maerzfeld, Heldmaschine, Oomph! sind nur einige Beispiele. Diese Bands haben noch viel, sehr viel, zu sagen, und das werden sie auch tun! Aus unserer Sicht, sind auch Morgenstern dazuzuzählen: Wir sind dabei, und werden so lange die Ruhe stören, bis wir dafür die Kraft haben.

Nach diesem spannenden Interview mit Morgenstern bleibt mir nur noch eins zu sagen: vielen Dank an die Band für ihre Offenheit und Einblicke in ihre Welt. „Zeitgeist“ hat nicht nur einen Platz in den Charts verdient, sondern auch in den Herzen der Fans. Wir können es kaum erwarten, was die Zukunft für Morgenstern bereithält und sind gespannt auf weitere musikalische Highlights! Bleibt dran und lasst euch von der einzigartigen Energie dieser NDH-Band mitreißen – das Beste kommt vielleicht erst noch! Rock on, Morgenstern!

Cheers, Manu

Mehr zu Morgenstern gibt’s hier:

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