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Famous You: Die Entstehungsgeschichte und Kölns Einfluss

Famous You

Marco Pütz

Famous You ist eine Post-Hardcore / Metal-Band mit einer Vorliebe für Rock. Klingt spannend? Dachten wir uns auch und haben die Band mal zu einem Interview geladen. Frontmann, Singer und Songwriter LXNUS hat sich meinen Fragen gestellt und gibt im Interview Einblicke in die Gründung und musikalische Entwicklung von Famous You. Außerdem sprechen wir über Veröffentlichungen, Inspirationsquellen und die Musikszene in Köln. Also, seid gespannt auf jede Menge interessante Insights von Famous You!


Wie kam es dazu, dass ihr euch entschieden habt, eine Post-Hardcore / Metal-Band zu gründen?

Ich habe schon, bevor es die Band überhaupt gab, Songs geschrieben, um Erlebnisse zu verarbeiten und um Dinge auszudrücken, die ich mit normalen Worten nicht ausdrücken konnte. Mein Hintergedanke war aber immer, dass ich „bald“ eine Band gründe, um die Werke auf die Bühne zu bringen. Durch Zufall habe ich unseren ehemaligen Drummer kennengelernt, der sofort überzeugt war und da Potenzial gesehen hat; damit war das Fundament für Famous You gelegt. Er wiederum kannte zwei Gitarristen, die wiederum kannten einen Bassisten und so weiter; so kam dann eins zum anderen. Das alles war im Frühjahr 2019. Seitdem geht es rund.

 

Welche Einflüsse und Inspirationen haben euch bei der Entwicklung eures Sounds geprägt?

Eins vorweg: Ich, Linus, bin tatsächlich alleiniger Songwriter. Das soll gar nicht arrogant oder so klingen, die Jungs sind völlig cool damit. Als Einfluss würde ich tatsächlich Linkin Park nehmen. Die Band hat mich mein halbes Leben begleitet und Chester war für mich immer ein riesiges Vorbild und ich habe mich in seinen Songs immer wiederfinden können. Wir alle haben aber verschiedene Favorites der Szene. Ich glaube, wir fühlen uns alle generell in der Rockszene sehr wohl, der eine mag es eher härter, der andere eher etwas ruhiger oder punkiger. Zusammen stehen wir aber alle hinter Famous You und der Musik.

 

Welche Rolle spielt die Stadt Köln in eurer musikalischen Identität und Kreativität?

Köln ist eine Stadt, in der eigentlich immer was geht. Es gibt viele Clubs, viele Kneipen, viel Musik. Und zwar nicht nur Karneval! Es gibt so viele Bands, die in Kölner Clubs gespielt haben und immer sagen: „Verdammt, ihr Kölner könnt feiern!“ und ich glaube, das ist auch echt so. Irgendwie ist Köln einfach sehr inspirierend. Die Shows, die wir bis jetzt in Köln gespielt haben, waren auch immer mega. Und auch wenn Köln hauptsächlich große Karnevalisten geboren hat, gibt es da doch die ein oder andere Rockband, die es geschafft hat, die Kölner Lebenslust in die Welt hinauszutragen. 

Kannst du uns mehr über eure bisherigen Veröffentlichungen erzählen? Gibt es eine bestimmte Botschaft oder Themen, die ihr in eurer Musik behandelt?

Also wir haben kurz nach unserer Gründung 2019 unsere erste Single „Fallen“ released, im selben Jahr die „Fallen EP“, auf der auch eine Akustikversion der Single vorhanden ist. Danach ging es im Grunde ebenso weiter: Wir haben ein paar Singles released und von einem Song eine ganz besondere Version geschrieben: Unsere Single “Hurricane” hat eine Neuinterpretation bekommen, die sich als Orchester-Akustik-Version versteht. Wenn man bedenkt, dass der eigentliche Song volle Pulle „in your Face“ ist, ist die Orchester Version etwas, was einen echt zu Tränen rühren kann. Dazu haben wir uns dann für ein Wochenende in einem großen Saal eingemietet und gleich ein Musikvideo gedreht. Da kam dann der Chefredakteur des Kölner Stadtanzeigers vorbei und wollte einen Bericht über uns schreiben, weil er das Thema so interessant fand. Solltet ihr euch mal anschauen, das ist echt emotional! 

Unsere letzte Veröffentlichung war ein Album mit 9 Songs. Und jetzt aktuell haben wir wieder ziemlich viele neue Songs in der Pipeline, die nur darauf warten, das Licht der Welt zu erblicken. Das wird aber noch ein wenig dauern. 

Hauptsächlich handeln unsere Songs von Erfahrungen, mentaler Gesundheit, Depressionen und Akzeptanzlosigkeit. Als Songwriter versuche ich, meine persönlichen Struggles musikalisch festzuhalten. Ich glaube, es gibt einfach viele Leute, die genauso fühlen, aber nicht darüber reden. Ich tue das. Und dafür schreibe ich die Musik. Deshalb ist das für mich auch etwas ganz Besonderes und Intimes. Ich möchte, dass sich Menschen in den Texten wiederfinden und sie wissen, dass sie nicht alleine sind! 

Du hast die Kölner Clubs erwähnt. Welche Erfahrungen habt ihr auf euren bisherigen Shows gemacht? Gibt es eine besonders memorable Show, die euch im Gedächtnis geblieben ist?

Kurz und knapp: es ist heiß, es ist laut und es ist fast wie Sport. Ich würde mal behaupten, dass wir, trotz „ernster“ Themen einen riesengroßen Spaß auf der Bühne haben und diesen Spaß eben auch aufs Publikum übertragen. Dabei ist es egal, ob wir in einem kleinen oder großen Club spielen, es ist einfach jedes Mal legendär und bleibt im Gedächtnis. Aber eins kann ich sagen: Wir haben damals beim Toys2Masters Bandcontest mitgemacht und dort haben wir in Bonn unsere erste Show vor Publikum gespielt – wir sind von der Bühne gegangen, waren völlig durchgeschwitzt und das Publikum hat so laut gebrüllt, weil wir die Hütte völlig abgerissen haben. Die Jury konnte uns nicht glauben, dass wir vorher noch nie live gespielt haben. Das war schon ein riesiges Kompliment für uns. Ich glaube, die Show werden wir wirklich nie vergessen! 

Habt ihr irgendwelche Rituale oder Traditionen vor euren Auftritten?

Man meint immer, als Musiker und Rockband ist man ständig betrunken, nimmt den Backstage auseinander und verhält sich wie der letzte Mensch. Das ist bei uns tatsächlich gar nicht so: Wir sind ziemlich fokussiert. Klar trinken wir auch das ein oder andere Bier, aber an sich kommen wir an, machen Soundcheck, schauen, dass alles passt und gehen dann noch gemütlich was essen, quatschen Blödsinn und gehen dann vor dem Gig nochmal in uns. Ich trinke den ganzen Tag nur Tee, damit die Stimme hält. Wenn’s dann losgeht, gibt’s die Ghetto-Faust und wir rocken ab. Und DANN erst wird randaliert und getrunken 😉 

Wie interagiert ihr mit eurer Fangemeinschaft, online und offline?

Ich würde sagen, dass wir durch unsere charmante Art immer neue Leute begeistern können. Meistens reden wir vor und nach Konzerten mit unseren Fans, holen uns das ein oder andere Lob ab und fragen, was besonders gut war und was gefallen hat. Ich glaube, diese Nahbarkeit ist eben auch super wichtig heutzutage. Alles ist digital, weit weg und irgendwie surreal. Da muss man als Künstler auch einfach Mensch sein und eine gewisse intime Bindung zu den Fans haben. Online ist das genauso. Auf Nachrichten und Kommentare eingehen und nicht die Arroganz raushängen lassen und ignorieren. 

Bei unserem Video zur Single „Hurricane“ haben wir sogar die Fans mit eingebunden: Jeder sollte ein Schild mit einer Textzeile in die Kamera halten und so wurde das Video zu einem ganz persönlichen Ding für alle Beteiligten. Der Hintergrund dazu war übrigens, dass das Thema Depressionen jeden treffen kann, wir alle Menschen sind und zusammenhalten und uns supporten sollen. 

Gibt es bestimmte Künstler oder Bands, mit denen ihr gerne zusammenarbeiten würdet?

Es ist immer wichtig, dass man sich in der Szene kennt und supportet. Gerade im Underground ist das enorm wichtig. Mit dem ein oder anderen Sänger/Sängerin in unserem Genre wäre aber ein Feature ziemlich cool. Vielleicht ergibt sich da ja in Zukunft etwas. 

Aber um mal höher zu greifen: Das Ziel ist natürlich, größer zu werden und nach oben zu kommen. So ’ne Show oder sogar Tour mit Bands wie A Day To Remember, Beartooth, I Prevail und so weiter wäre halt schon echt premium. Wer weiß, was in Zukunft passiert! 

Gibt es bestimmte Orte oder Bühnen, auf denen ihr unbedingt spielen möchtet?

Absolut! Dieses Jahr spielen wir in verschiedenen Clubs in Köln und Umgebung, Ende Mai fahren wir als Support für Fool The Masses nach Aalsmeer in den Niederlanden und zocken da ’ne Show. Das ist schon mal etwas, woran wir Anfang des Jahres gar nicht gedacht haben. Nächstes Jahr wollen wir auf diversen Festivals zocken. Tatsächlich haben wir noch nie Open Air gespielt! Das ist der nächste Meilenstein. Und dann immer weiter – ich kann da nur für mich sprechen, aber auf Bühnen oder Festivals in den USA zu spielen, oder generell in anderen Ländern, wäre der absolute Höhepunkt. Wie sagt man so schön: Wer nichts macht, kann auch nichts werden! Wir machen aber, deswegen bleiben wir zuversichtlich, dass wir da irgendwann sein werden! Dreams come true eben.

Vielen Dank LXNUS.

Weitere Informationen zur Band Famous You findet ihr in den sozialen Medien.

Mia Lada-Klein
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